Donnerstag, 9. Januar 2014

Von der Gleichheit der Dinge


Warum die Schöpfungsgeschichte auch für Atheisten funktioniert und alle einfach nur einmal tief durchatmen sollten

Wenn ich die Nachrichten sehe, bekomme ich schlechte Laune. Um mich herum versinkt die Welt in dem Schlamassel, den sie sich selbst fein säuberlich aufgebaut hat – und erstaunt zeigt man sich über die Entwicklungen auch noch!

Muss man wohl auch; wie sonst könnte man sonst erklären, dass man aus der sich immer und immer wiederholenden Geschichte denn noch immer nicht gelernt hat? Und so befinden wir uns nun wieder in einer Phase der wirtschaftlichen Depression – die Menschen sind hoffnungslos. Und wo suchen sie – normalerweise bekanntlich – in solchen Phasen Trost? Im Glauben. Nicht sonderlich überraschend also der verstärkte religiöse Fundamentalismus an allen theologischen Fronten – Warnung vor Satans Jüngern in den anderen Religionen und dem drohenden Armageddon inklusive (ca. ein Mal jedes Jahr – für jede Religion mindestens ein Mal). Und wehe dabei jenen, die die/den einzig Wahre/-n (eben je nach theologischer Ausrichtung, political correctness!) anzweifeln, diskreditieren, bekämpfen oder – am schlimmsten – an keinen von ihnen allen glauben! Den sie sind der Abschaum, sie sind die mit der Wissenschaft (auch so ein Glaube – aber was für lächerliche Dinge die glauben!), sie sind die ... Atheisten!!

Und während sich also der Rest der Welt die Köpfe einschlägt und sich Bomben um die Ohren fetzt, um ein für allemal zu klären, wer den nun der/die einzig Wahre/-n ist/sind, wird dieses Grüppchen ohnehin von allen als Teufelsanbeter-Club zum Abschuss freigegeben. Diese wiederum beobachten mit Erstaunen, welche Angst wissenschaftliche Daten schüren können und mit Hilfe welcher an groteske Slapstick-Farce grenzender Einlagen ebensolche negiert und als Lügen, ja sogar Angriff des eigenen Glaubens hysterisch verbellt werden. Hier ist dann stets der gleiche Mechanismus in abgewandelten Formen zu beobachten, welcher anthropologischen Sozialstudien zur Terrainverteidigung in aussichtslosen Situationen enorm viel Datenfutter bieten dürfte: Anstatt die Meinung des – wir sagen der Einfachheit halber – „Atheisten“ als Meinung eines anderen auf mit mir ebenbürtiger Ebene stehenden menschlichen Wesens zu akzeptieren und sachlich meinen – eventuell divergierenden – Standpunkt kundzutun, reagiert der – wieder der Einfachheit halber eine simplifizierte Rollenverteilung – „Gläubige“ mit seinen ... animalischen Ur-Instinkten. Ein anschauliches Vergleichsbeispiel für dieses Verhalten wäre etwa der kleine bescheuerte Wischmob von Hund im Nachbargarten, der jedes verdammte Mal wie ein Flummy den Zaun entlanghüpft und auch noch Stunden, nachdem man vorbeigegangen ist, gleich einer hysterische Sirene im Dauersendemodus kläfft.

So ein Verhalten hätte mir in der Schule sicher als „unverhältnismäßig“ ein Nicht Genügend eingebracht. In einer Welt, wo Religion den Platz im Herzen eingenommen hat, ist jeder Zweifler jemand, der deren Werte in Frage stellt – diese CHRISTLICHEN Werte. Ja, wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ... Okay, der war aufgelegt. Wie Nächstenliebe? Hab ich echt noch nie woanders gehört! Moral, Ehre, Anstand – wie immer man es nennen mag. Diese Dinge halt.

Ja, ich bin Atheistin. Und wenn mir eine Christin im Fernsehen erzählt, dass sie als Quintessenz ihres Glaubens ihren Kindern Nächstenliebe, Demut vor der Schöpfung und das Begreifen, dass es da so viel mehr gibt, dessen Teil wir sind, beibringen will, dann stellt sich tatsächlich die Hocheckersche Frage: Und warum sollte ich das als Atheistin meinen Kindern nicht beibringen wollen? Warum sagt mir diese Gläubige, dass ich nur als Christin in der Lage bin, diese Grundwerte zu verstehen und zu vermitteln und somit schlechter, böser bin? Diese ... CHRISTLICHEN Grundwerte? Die ich auch noch nie als ethische Grundwerte bar jeder theologischen Grundnote kennengelernt habe!! Die ich in quasi identem Wortlaut auch noch nie in anderen Religionen als deren Grundwerte vernommen habe. Ist nicht merkwürdig, oder? Nein.

Wie sind den Religionen entstanden? Jetzt bitte nicht das Ding „Da hat der Gott zu dem Typen gesprochen ...“. Meine Story, meine Religion: Menschen konnten sich vieles nicht erklären, was um sie herum passiert; sie benötigten Sündenböcke für Schicksalsschläge und jemanden, auf den man die Verantwortung für die Scheiße, die man verbockt hat, abwälzen konnte. Und ein Freibrief für alles, was nicht ganz so koscher ist, ist auch praktisch – ein kleines Opfer, eine Buße, und dir ist vergeben. Das eint im Grunde alle Religionen; der Rest ist Kleingedrucktes. Schade, dass sich bisher keiner die Zeit genommen hat, um einen Schritt zurückzumachen und auch das Großgedruckte zu lesen. Als Atheistin und Pazifistin sowie Vertreterin der Prinzipe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (wer auch immer sich das jetzt an die Brust heftet) und „Leben und leben lassen“ frage ich mich allerdings schon, warum so wenig Kleingedrucktes so viel Blutvergießen verursachen kann. Bei ideologischen Gruppierungen, die die gleichen Grundwerte wie ich vertreten. Habe ich zumindest gedacht.

Eine Diskrepanz also, die mich zum Rätseln bringt. Der Dialog scheint das geeignete Mittel, um Licht ins Dunkel zu bringen. Dialog unter religiösen Gruppierungen ist immer ein heißes Thema, weil meist viele Spannungsfelder zu beackern sind. Erstaunlich geeint treten sie aber auf, wenn sie sich gegen die Atheisten verbünden dürfen. Weil: gar kein Glaube ...?! Hier versucht die Dame im Fernsehen ja auf die Schöpfungsgeschichte hinzuweisen, und das mit der Demut. Und ich denke: Lass mich dir meine Schöpfungsgeschichte erzählen! Aus einer Eizelle ist in neun Monaten ein fertiger Mensch entstanden. In mir vereinigen sich unzählige Atome zu Verbindungen, die einen Menschen bilden, in Wirklichkeit aber nicht einmal feste Materie sind. Diese Atome waren vorher vielleicht Bestandteil eines anderen Menschen, eines Tieres, eines Grashalmes – eines Planeten. Ich werde also ewig weiterexistieren. Diese Schöpfungsgeschichte kann ich für jedes Objekt, jedes Lebewesen um mich herum erzählen – in einem unendlichen und expandieren Universum.

Diese Schöpfungsgeschichte basiert auf Fakten, auf empirischen Daten, auf Wissenschaft. Und dennoch gleicht diese Geschichte der Schöpfungsgeschichte. Bin ich wirklich in meinem Glauben so anders?

Von der Gleichheit der Dinge


Warum die Schöpfungsgeschichte auch für Atheisten funktioniert und alle einfach nur einmal tief durchatmen sollten

Wenn ich die Nachrichten sehe, bekomme ich schlechte Laune. Um mich herum versinkt die Welt in dem Schlamassel, den sie sich selbst fein säuberlich aufgebaut hat – und erstaunt zeigt man sich über die Entwicklungen auch noch!

Muss man wohl auch; wie sonst könnte man sonst erklären, dass man aus der sich immer und immer wiederholenden Geschichte denn noch immer nicht gelernt hat? Und so befinden wir uns nun wieder in einer Phase der wirtschaftlichen Depression – die Menschen sind hoffnungslos. Und wo suchen sie – normalerweise bekanntlich – in solchen Phasen Trost? Im Glauben. Nicht sonderlich überraschend also der verstärkte religiöse Fundamentalismus an allen theologischen Fronten – Warnung vor Satans Jüngern in den anderen Religionen und dem drohenden Armageddon inklusive (ca. ein Mal jedes Jahr – für jede Religion mindestens ein Mal). Und wehe dabei jenen, die die/den einzig Wahre/-n (eben je nach theologischer Ausrichtung, political correctness!) anzweifeln, diskreditieren, bekämpfen oder – am schlimmsten – an keinen von ihnen allen glauben! Den sie sind der Abschaum, sie sind die mit der Wissenschaft (auch so ein Glaube – aber was für lächerliche Dinge die glauben!), sie sind die ... Atheisten!!

Und während sich also der Rest der Welt die Köpfe einschlägt und sich Bomben um die Ohren fetzt, um ein für allemal zu klären, wer den nun der/die einzig Wahre/-n ist/sind, wird dieses Grüppchen ohnehin von allen als Teufelsanbeter-Club zum Abschuss freigegeben. Diese wiederum beobachten mit Erstaunen, welche Angst wissenschaftliche Daten schüren können und mit Hilfe welcher an groteske Slapstick-Farce grenzender Einlagen ebensolche negiert und als Lügen, ja sogar Angriff des eigenen Glaubens hysterisch verbellt werden. Hier ist dann stets der gleiche Mechanismus in abgewandelten Formen zu beobachten, welcher anthropologischen Sozialstudien zur Terrainverteidigung in aussichtslosen Situationen enorm viel Datenfutter bieten dürfte: Anstatt die Meinung des – wir sagen der Einfachheit halber – „Atheisten“ als Meinung eines anderen auf mit mir ebenbürtiger Ebene stehenden menschlichen Wesens zu akzeptieren und sachlich meinen – eventuell divergierenden – Standpunkt kundzutun, reagiert der – wieder der Einfachheit halber eine simplifizierte Rollenverteilung – „Gläubige“ mit seinen ... animalischen Ur-Instinkten. Ein anschauliches Vergleichsbeispiel für dieses Verhalten wäre etwa der kleine bescheuerte Wischmob von Hund im Nachbargarten, der jedes verdammte Mal wie ein Flummy den Zaun entlanghüpft und auch noch Stunden, nachdem man vorbeigegangen ist, gleich einer hysterische Sirene im Dauersendemodus kläfft.

So ein Verhalten hätte mir in der Schule sicher als „unverhältnismäßig“ ein Nicht Genügend eingebracht. In einer Welt, wo Religion den Platz im Herzen eingenommen hat, ist jeder Zweifler jemand, der deren Werte in Frage stellt – diese CHRISTLICHEN Werte. Ja, wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ... Okay, der war aufgelegt. Wie Nächstenliebe? Hab ich echt noch nie woanders gehört! Moral, Ehre, Anstand – wie immer man es nennen mag. Diese Dinge halt.

Ja, ich bin Atheistin. Und wenn mir eine Christin im Fernsehen erzählt, dass sie als Quintessenz ihres Glaubens ihren Kindern Nächstenliebe, Demut vor der Schöpfung und das Begreifen, dass es da so viel mehr gibt, dessen Teil wir sind, beibringen will, dann stellt sich tatsächlich die Hocheckersche Frage: Und warum sollte ich das als Atheistin meinen Kindern nicht beibringen wollen? Warum sagt mir diese Gläubige, dass ich nur als Christin in der Lage bin, diese Grundwerte zu verstehen und zu vermitteln und somit schlechter, böser bin? Diese ... CHRISTLICHEN Grundwerte? Die ich auch noch nie als ethische Grundwerte bar jeder theologischen Grundnote kennengelernt habe!! Die ich in quasi identem Wortlaut auch noch nie in anderen Religionen als deren Grundwerte vernommen habe. Ist nicht merkwürdig, oder? Nein.

Wie sind den Religionen entstanden? Jetzt bitte nicht das Ding „Da hat der Gott zu dem Typen gesprochen ...“. Meine Story, meine Religion: Menschen konnten sich vieles nicht erklären, was um sie herum passiert; sie benötigten Sündenböcke für Schicksalsschläge und jemanden, auf den man die Verantwortung für die Scheiße, die man verbockt hat, abwälzen konnte. Und ein Freibrief für alles, was nicht ganz so koscher ist, ist auch praktisch – ein kleines Opfer, eine Buße, und dir ist vergeben. Das eint im Grunde alle Religionen; der Rest ist Kleingedrucktes. Schade, dass sich bisher keiner die Zeit genommen hat, um einen Schritt zurückzumachen und auch das Großgedruckte zu lesen. Als Atheistin und Pazifistin sowie Vertreterin der Prinzipe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (wer auch immer sich das jetzt an die Brust heftet) und „Leben und leben lassen“ frage ich mich allerdings schon, warum so wenig Kleingedrucktes so viel Blutvergießen verursachen kann. Bei ideologischen Gruppierungen, die die gleichen Grundwerte wie ich vertreten. Habe ich zumindest gedacht.

Eine Diskrepanz also, die mich zum Rätseln bringt. Der Dialog scheint das geeignete Mittel, um Licht ins Dunkel zu bringen. Dialog unter religiösen Gruppierungen ist immer ein heißes Thema, weil meist viele Spannungsfelder zu beackern sind. Erstaunlich geeint treten sie aber auf, wenn sie sich gegen die Atheisten verbünden dürfen. Weil: gar kein Glaube ...?! Hier versucht die Dame im Fernsehen ja auf die Schöpfungsgeschichte hinzuweisen, und das mit der Demut. Und ich denke: Lass mich dir meine Schöpfungsgeschichte erzählen! Aus einer Eizelle ist in neun Monaten ein fertiger Mensch entstanden. In mir vereinigen sich unzählige Atome zu Verbindungen, die einen Menschen bilden, in Wirklichkeit aber nicht einmal feste Materie sind. Diese Atome waren vorher vielleicht Bestandteil eines anderen Menschen, eines Tieres, eines Grashalmes – eines Planeten. Ich werde also ewig weiterexistieren. Diese Schöpfungsgeschichte kann ich für jedes Objekt, jedes Lebewesen um mich herum erzählen – in einem unendlichen und expandieren Universum.

Diese Schöpfungsgeschichte basiert auf Fakten, auf empirischen Daten, auf Wissenschaft. Und dennoch gleicht diese Geschichte der Schöpfungsgeschichte. Bin ich wirklich in meinem Glauben so anders?

Von den Regeln der Kommunikation ...

Vielleicht verlang ich ja ein bisschen viel ... In einer Welt, in der man sich schon freuen muss, wenn man auf seine Bewerbung zumindest eine Absage bekommt – statt des mittlerweile standardisierten Zero-Response-Gehabes – ist offenbar nicht viel Platz für  die Grundregeln der Höflichkeit, die einst durchaus das Zusammenleben in unserer Gesellschaft definiert haben. Auch die Tatsache, dass im Berufsleben E-Mails mit der Bitte um Auskunft, Material oder einen Sitzungstermin geflissentlich übergangen werden, sollte mich nach all den Jahren eigentlich schon längst nicht mehr verwundern. Das ist sie halt, die neue Kommunikationswelt – in der Kommunikation per Klick quasi in Realtime vonstatten geht und jeder mit dieser neuen Einfachheit glücklich zu sein scheint. Das Problem ist lediglich: Ist es noch Kommunikation, wenn der Adressat nicht mehr reagiert?
Ich entsinne mich der Grundsätze, die mir noch im Studium eingetrichtert worden sind: Vereinfacht beinhaltet Kommunikation einen Sender und einen Empfänger einer Nachricht. Aber erst wenn dieser Prozess um mindestens eine Feedback-Schleife reicher wird, Sender und Empfänger ihre Rollen also wechselnd erfüllen, kann ich doch davon ausgehen, dass eine Verständigung , also Dialog, stattfindet. Erfüllt also eine der Parteien ihre Rolle nicht adäquat, stockt der Informationsfluss – es findet kein wechselseitiger Austausch statt, ergo auch keine Kommunikation.

Diese in Mode gekommene Herangehensweise erschwert aber nicht nur den Berufsalltag; sie stülpt sich auch zunehmend in irritierender Weise über meinen Privatbereich. So bedeutet bei einigen Freunden der Boykott der neuen Medien, dass sie auch althergebrachte Umgangsformen verlernen. Dass man also auf meine SMS nicht mehr antwortet, muss ich demnach wohl als einen in meine Richtung gestreckten Mittelfinger interpretieren. Gemäß dem Motto: „Ich hab dir zwar geschrieben, dass ich mich bei dir melden werde, aber wenn ich’s nicht tue, kriegst du’s ja eh auch mit.“
Vielen Dank für die Info! Ich hab ja sonst nicht Besseres vor, als mir auf Gutdünken sämtliche Termine freizuhalten und mir nichts anderes vorzunehmen, falls du dich doch entscheiden solltest, dich gnädig auf eine Korrespondenz mit mir einzulassen.

Aber ich bin halt altmodisch erzogen worden. Und so harre ich in meiner Naivität jedes Mal aufs Neue aus – in der vergeblichen Hoffnung, Antworten zu bekommen. Denn genauso wie der Reichtum der uns zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel die Verständigung zwischen Menschen immer ärmer und missverständlicher zu machen scheint, spielt sich offenbar auch Freundschaft mittlerweile mehr auf einer anderen, transzendenten Ebene ab – fernab jeglicher Kommunikationsmittel. Es ist ja alles nur im Kopf. 

In diesem Sinne schicke ich dir einen transzendenten Tritt in den Arsch. Wirst du ihn bekommen? Und wie wirst du wohl darauf antworten?

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Dan Savage versus Rick Santorum

The power of words – a fight on new battlegrounds


A little homework for you: Look up the name “Rick Santorum“ in Google and I promise you’ll be surprised what will pop up as the first hit. Contrary to what you might expect, it won’t be a Wikipedia entrance dealing with the biography of the US-politician or anything the like. This link will lead you to a completey new word in the English language and its definition (see above). The answer to the question as to why this word defintion is given so much prominence in Google unravels a story about a witchhunt against the gay community and a massive counterstrike.
Provoked by the Republican’s constant bashing of homosexuals, in 2003 gay rights activist and columnist Dan Savage initiated a campaign in order to associate Santorum’s surname with a sexual act commonly associated with homosexual love. He asked his fans to create a new definition. Bloggers’ links caused it to rise in Google’s ranking in a way that would put the site top of any query for the name “Rick Santorum” – even before Santorum’s own website! In the following, the whole campaign received a lot of media attention and, after being mentioned by Jon Stewart in his Daily Show, “santorum” even became the most queried term on Google the following day. The situation is described as a classic “Google bomb” and, funnily, the second suggestion Google offers you when looking for “Rick Santorum” is already the combination “Rick Santorum Google problem”!
It is even assumed that Savage’s campaign has contributed to Santorum’s defeat in the 2006 US Senate election against Bob Casey. Indeed, Dan Savage has created Santorum’s very own peculiar, but not less devastating “Google problem”. It was a blow for the image of a Republican hardliner, who frequently makes use of anti-gay propaganda in his campaigns. However, his experience does not seem to have made Rick Santorum a smarter man for next year’s presidential election. He couldn’t refrain from another gay-bashing – even though Dan Savage has promised to repeat the same campaign with Rick Santorum’s first name in answer to repeated offence. And Savage’s reaction was not slow in coming. Therefore, it is just a question of time until we will be able to discover what other surprising meanings the name “Rick” might have.
Yet, Dan Savage’s accomplishment has to be considered a victory on more than one battleground. Foremost, of course, it was a victory for the gay community against discrimination. Savage found an efficient tool to hurt Santorum where it really hurts – by turning his anti-gay propaganda against him and ridiculing him thereby.
Apart from that, in the age of internet and the new media, he very effectively demonstrated the power these new weapons of choice might have – if used the right way. Because they still make use of a very mighty power, the power of words!
The affair Santorum versus Savage already gives us a glimpse of how powerful the internet can be in defining and structuring our communication. But in the recent past, our major critique was that the new media – especially the social media in web 2.0 surroundings – tend to nurture a loss of words. By disregarding grammar and spelling rules, by shortening words to abbreviations, we might lose our language competence – that is a common fear associated with the new media. Certainly, this aspect must not be overlooked in the future, and it will be necessary to take respective countermeasures. However, the mentioned case – Santorum versus Savage – also shows that the new media can provide for the opposite.
Almost everyone nowadays has potential access to the media and can therefore generate media-content – a task formerly reserved for an elite working in the media industry – and thereby manipulate the information we are provided with. This, quite aguably, sometimes might have a negative influence on the quality of the contents. Therefore, it is now up to consumers of information to judge information also in regards to its reliabilty and well-foundedness – a sometimes quite difficult task. However, the increasing availability of information via internet also maximizes the quantity of opinion, thereby breaking up the established hierachies in the flow of information and allowing for fresh viewpoints and new tools of revolution.
So, are we facing a new era? The past decades were characterized by an increasing reliance on information that is provided by the respective elites. This tendency gave rise to monopolistically structured information agencies, backed by strong economic ties, that dictate the way society’s supposed to think. A prominent example is, of course, Rupert Murdoch’s News Corporation empire with its influential branches such as the Fox Broadcasting Company.
The times when words were able to influence the course of events, of history, seem to have been long but gone. The times, when pamphlets and books – coming from the bottom, not the elitist top – were able to change the world and the way we were thinking, the way societies were structured. In the past, we had to face a lost belief in the written word and the traditional media – a phemnomenon that what also nurtured by several affairs such as Rupert Murdoch’s recent News of the World-scandal in Great Britain. And interestingly, the upcoming of the new media such as the internet, which actually make use of the written word as well, were frequently condemned as one of the main reasons for this development.
Now, Dan Savage has proven us otherwise. Not only by showing us how much influence a tiny website, a tiny word definition can have on the rhethorics of politicans in the still most influential country of the world. But also by the fact that, within only a few years, he was able to infuse a new word definition in everyday language. He – amongst others – has shown, that the bottom is able to get back in charge and to infuence our society’s path.
Dan Savage’s battle might be a slightly different one than the one of the Arab Spring; however, in their fight, both parties rely heavily on the impact of the media and its potential for rapid information exchange and distribution. All these battles seem to proclaim a new kind of warfare – for in times where people increasingly rely on information, information must be the weapon of choice.
We cannot deny the victories the Arab Spring has won with the help of this weapon already. And Dan Savage’s heritage will be Rick Santorum’s coffin nail for a lifetime – and probably even longer. That is living and developing language at its finest! Which ist why I leave the final words to Bill Maher, who – in his show Real Time with Bill Maher on HBO – brought it quite to the point:
But I get it – you’re bitter because we fought a cultural war in the sixties and the Right lost. Rick Santorum is like that Japanese soldier on the island who doesn’t know the war is over, so he’s still fighting against birth control and butt sex. […] But that war is indeed over. The ideals of the youth movement became assimilated into American society. That’s why we have gays in the military now, and pre-natal yoga classes, and tofurkey. And that’s why Rick Santorum will never be President, and a black guy who snorted cocaine is.2
All power to the words!!!
Notes:
1 http://spreadingsantorum.com [20.08.2011, 10:40]
2 Real Time With Bill Maher, 22.10.2011. Red Green & Blue; http://s.tt/13A3G [26.10.2011, 13:50]
References: